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    Tool – Eine US-Amerikanische Band mit unterschiedlichsten Einflüssen

    Die Band

    Tool wurde 1990 in den USA gegründet und zählt als Progressive-Metal oder Alternative Metal Band aus Los Angeles. Derzeit ist die, Band mit Maynard James Keenan, Adam Jones, Justin Chancellor und Danny Carey. Bekannt wurde Tool durch die Lollapalooza Tour 1993.

    Wenn man den Stil von Tool betrachtet fallen einem Direkt Einflüsse von Bands wie Meshuggah, King Crimson, Led Zeppelin sowie Pink Floyd ein. Eigentlich Bands, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dabei haben Tool sehr komplexe und ungewöhnliche Songstrukturen und undurchsichtige Songtexte. Nicht nur der melancholische Gesang Maynards machen die Band in der Form einzigartig. Die in der Form von keiner Band bekannten Takt- und Rhythmenwechsel machen Tool einzigartig.
    Für eine großartige Kommunikation mit dem Publikum ist Tool nicht bekannt: Dies ist aber weiter nicht schlimm da die grafischen Arbeiten, die meist von Adam Jones stammen, ein Konzert zu einem musikalischen Gesamtkunstwerk sondergleichen machen.

    Um den Namen der Band gibt es viele verschiedene Spekulationen. Die Band an sich propagiert selbst zwei Erklärungen. Die eine Erklärung sich mittels der Pseudophilosophie bedient ist die zweitere schon direkter. So sagt Maynard in einem Interview 1994:

    Tool ist genau das, wonach es sich anhört: Es ist ein großer Schwanz. Es ist ein Schraubstock. Es ist ein Verb, ein aktiver Prozess der Suche, des Grabens, wie in ‚benutze uns‘, wir sind die Schaufel, das Streichholz, der Säurelöscher, Dein Werkzeug; benutze uns als ein Katalysator in Deinem Prozess der Suche nach dem, was Du auch immer suchen magst, oder was auch immer Du erreichen willst.

    Discografie

    Alben, EPs und DVDs

    1991 – Tool (Demotape)
    1992 – Opiate (EP)
    1993 – Undertow
    1996 – Ænima
    2000 – Salival (CD und DVD/VHS)
    2001 – Lateralus
    2005 – Schism (Mini-DVD)
    2005 – Parabola (Mini-DVD)
    2006 – 10,000 Days
    2007 – Vicarious (Mini-DVD)

    Singles

    1992 – Hush
    1992 – Opiate
    1993 – Sober
    1994 – Prison Sex
    1996 – Stinkfist
    1996 – H.
    1997 – Ænema
    1997 – Forty-Six & 2
    2001 – Schism
    2001 – Parabola
    2002 – Lateralus
    2006 – Vicarious
    2006 – The Pot
    2007 – Jambi

    Link

    Offizielle Bandseite

    the-sounds

    The Sounds – Poppunk

    “Wir sind eine reine Dur-Band”, so beschreibt sie The Sounds, Sängerin Maja Ivarsson. Was soviel heißen soll wie: Party und gute Laune. Dem würden wohl ihre Bandkollegen Gitarrist Felix Rodriguez, Bassist Johan Bengtsson, Drummer Fredrik Nilsson und Jesper Anderberg am Keyboard beipflichten. Anerkennend muss angemerkt werden das sich die in Schweden gegründete Band seit 1998 treu geblieben ist.

    Ihren Stil könnte man als independent oder auch als Poppunk bezeichnen. Auf jedenfall ist ihre Musik inspiriert von Bands wie: Depeche Mode,Blondie und Duran Duran.
    Das musikalische Spektrum reicht von New Wave und Synthie Pop vermehrt auf dem ersten Album “Living in America” (2002) bis zu rockigeren Tönen auf ihrem 2006 erschienenen Album “Dying to say this to you”.
    In Deutschland konnte man die Livequailtäten beispielsweise auf dem Highfieldfestival bewundern. Mal wieder ein Hitgarant auf Schweden.

    portishead

    Portishead – britischer Trip-Hop, Avantgarde

    Gesang: Beth Gibbons
    Arrangements: Geoff Barrow
    Gitarre, Moog-Synthesizer: Adrian Utley

    Gründung
    Barrow stammt aus der kleinen Stadt Portishead und war im nahegelegenen Bristol als Studioangestellter an der Produktion des ersten Massive-Attack-Albums beteiligt: Er sorgte für Tee und durfte ab und zu mal die Aufnahmegeräte bedienen. Barrow wurde von allen “the guy from Portishead” genannt. Das brachte ihn auf die Idee, seinem eigenen Projekt diesen Namen zu geben.

    1991 traf Barrow auf Beth Gibbons, die ab und zu kleine Auftritte in Bars hatte, ansonsten aber in einer Werbeagentur tätig war. Im Coach House Studio nahmen sie zusammen mit Jazz-Gitarrist Adrian Utley ihre erste Session auf: Sour Times.

    Im Frühjahr 1993 wurde Portishead offiziell gegründet. Zusammen mit Toningenieur Dave McDonald nahmen sie ein 3-Track-Demo auf (Sour Times, It”s a fire und It could be sweet). Noch im selben Jahr wurden sie vom Label Go!Beat unter Vertrag genommen.

    Alben:

    Dummy
    Das Debüt-Album Dummy erschien im Oktober 1994, erreichte Platz 2 der UK-Album-Charts und erhielt den Mercury Music Prize für das beste Album des Jahres. Der Rolling Stone führt dieses Album in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten.

    Im Zusammenhang mit diesem Album tauchte auch zum ersten mal die Bezeichnung Trip Hop auf. Dabei handelt es sich aber um die Idee eines Musikjournalisten. Die Band selbst konnte sich nie damit identifizieren und hat ihre Musik auch nie so bezeichnet.

    Vor allem auch mit ihren atmosphärischen Videoclips zu den ersten Auskopplungen Glory Box und Sour Times schafften sie es, die Aufmerksamkeit über die Trip-Hop-Szene Bristols hinaus auf sich zu ziehen. Glory Box stieg in England sofort auf Platz 13 der Single-Charts ein, ohne jemals vorher im Radio gespielt worden zu sein. Zur gleichen Zeit schaffte Sour Times den Sprung über den Atlantik in die reguläre Clipschleife des US-amerikanischen Musiksenders MTV und wurde innerhalb weniger Wochen zu einem großen Erfolg in den USA. Portishead waren somit die erste Band, die den Musikstil Trip-Hop von den Szeneclubs Bristols bis nach Amerika trugen. Auf das Fundament langsamer und schleppender Beats bauten sie einen melancholisch atmosphärischen und neuartigen Sound. Die Musik von Portishead enthält oft Anleihen aus dem Hip-Hop-Bereich. Es gibt ähnliche Backgrounds, entspannte Beats, Samples und Scratching. Viele Bands wurden davon inspiriert. Dazu gehören zum Beispiel die Sneaker Pimps, Baxter und Lamb.

    Portishead
    Nach diesen Erfolgen nahmen sich Portishead mehrere Jahre Zeit, um an ihrem zweiten Album Portishead zu arbeiten. Es erschien im September 1997 in England und wenig später auch in Deutschland. Portishead arbeiteten bei ihrem neuen Werk ausschließlich mit Samples, die sie selber eingespielt hatten. Verspieltere Klänge traten eher zurück und wichen tieferen, sphärigeren und stellenweise düstereren Passagen. Auch Portishead gilt als Meilenstein der Trip-Hop-Geschichte.

    Roseland NYC Live
    Nach einer überaus erfolgreichen Tour veröffentlichte die Band 1998 ein Live-Album. Der Großteil des Albums besteht aus Aufnahmen eines Konzertes vom 24. Juli 1997 im Roseland Theater in New York; die Aufnahmen von Roads und Sour Times auf dem Album stammen von Festivalauftritten in den USA im selben Jahr. Die Band wurde begleitet von einem 35-köpfigen Symphonie-Orchester. Das vollständige Roseland-Theater-Konzert ist auch auf Video (VHS) und später als DVD (unter dem leicht abgewandelten Titel “Roseland New York”) erschienen, ergänzt um alle bis dato erschienenen Portishead-Musikvideos mit Ausnahme von Glory Box.

    Drittes Studioalbum: Third
    Portishead live, April 2008. Bereits seit Anfang 2004 gab es gelegentlich Aussagen von Bandmitgliedern, dass es ein neues Album geben soll. Später haben sowohl Sängerin Beth Gibbons als auch Geoff Barrow die Arbeit am neuen Album bestätigt, und es wurde eine offizielle MySpace-Seite unter dem Namen Portisheadalbum3 angelegt, die von Geoff Barrow betreut wurde. Potentielle Fertigstellungstermine wurden seit Jahren immer wieder verschoben. Im Dezember 2007 wurden fünf neue Songs beim ATP-Festival vorgestellt.

    Nachdem am 19. März 2008 das komplette Album in Berlin der Presse vorgeführt wurde und die Musiker auch für Fragen zur Verfügung standen, ist es am 25. April 2008 mit dem Titel Third erschienen. Es ist das erste Portishead-Album seit über 10 Jahren und bedeutet musikalisch eine Abkehr vom Trip Hop hin zur elektronischen Avantgarde.Das Album wurde von den Kritikern des deutschsprachigen Rolling Stone und der Zeitschrift Visions jeweils zum Album des Jahres 2008 gewühlt, der Musikexpress setzte es auf Platz 2 und im Magazin Spex kam es auf Platz 7.

    In Internettauschbörsen kursierte bereits seit einiger Zeit mehrfach Musik, die als Portisheads “unveröffentlichtes” drittes Album bezeichnet wurde. Diese Zusammenstellung von Songs trug zunächst den Namen “Pearl” und später mit überwiegend derselben Musik, aber anderen Tracktiteln, “Alien”. Tatsächlich handelte es sich in beiden Füllen aber um das Debütalbum der durchaus ähnlich klingenden Band Mandalay, gelegentlich mit 1-2 Titeln anderer Bands ergänzt.

     

    Artikel wurde von Juleika geschrieben

    alexisonfire

    Alexisonfire – Kanadier mit eigenem Stil

    Stil: Screamo, Post-Hardcore

    Shortview:
    Um es vorab einmal zu klären: Alexisonfire heißen nicht Alex is on Fire, sondern Alexis on Fire. Es geht hier also gar nicht um irgendeinen Alex, sondern um die amerikanische Pornodarstellerin Alexis Fire, nach der sich die Band benannt hat. Sie selbst fand das weniger komisch und versuchte, die Band zu verklagen – ohne Erfolg.

    Die fünf Kanadier schlossen sich 2001 aus drei unterschiedlichen Metal-Bands zusammen. Klar ist für alle etwas Neues auszuprobieren und klar ist auch, es soll sich an Postcore orientieren. Daraus entsteht eine einzigartige Kombi aus drei Stimmen: raue, melancholische, impulsive und geshoutete Parts lassen eine der wohl melodischsten Interpretation des Screamo zum Vorschein kommen.

    Zunächst sind sie absolut unpopulär und müssen sich in Kanada mühsam im Untergrund einen Namen machen bevor sie endlich richtig wahrgenommen werden durch die Unterstützung von Much Music. Im Grunde der ganz klassische Weg für Bands, die sich trauen einen Stil anders auszulegen, als die meisten in dem Genre. Das Dritte Album Crisis ist 2006 schließlich der internationale Durchbruch und so touren Alexisonfire mit Bands wie Billy Talent und Enter Shikari und dürfen sogar bei der Vans Warped Tour mitmischen.

    Nach wie vor distanzieren sich Alexisonfire von typischen Emo-, Metal-, Postcore-, Screamo-Vorlagen und machen einfach weiter ihr Ding – und das ist auch absolut gut so.

    Gründungsbesetzung:
    Gesang: George Pettit
    Gesang, Rhythmus-Gitarre: Dallas Green
    Gesang, Lead-Gitarre: Wade McNeil
    E-Bass: Christ Steele
    Drums, Perkussion: Jesse Ingelevics (bis 2005), Jordan Hastings (seit 2005)

    Alben:
    2002: Alexisonfire
    2004: Watch Out!
    2006: Crisis
    2009: Old Crows/Young Cardinals

    Bekannteste Songs: Rough Hands, This Could Be Anywhere In The World, Crisis, 44 Caliber Love Letter

    Ähnliche Bands: A Day To Remember, Saosin, Funeral For A Friend

    Besonderheit: Wenn man ein Alexisonfire Tattoo nachweisen kann, kommt man weltweit kostenlos ins Konzert.

    white lies

    White Lies – Drei Londoner machen New Wave wieder populär

    Stil: Dark Wave, Alternative

    Shortview:
    Scheinbar ist es in England bereits während der Schulzeit eine echte Option nach der Schule den Beruf Musiker zu wählen. Die Londoner White Lies sind jedenfalls eine dieser jungen Bands, die schon zu Schulzeiten das Wochenendprojekt Fear of Flying starteten und immerhin erfolgreich genug damit waren, um ein paar Konzerte zu spielen.

    Die Weiterentwicklung der Band begrub 2007 Fear of Flying und ließ White Lies auferstehen, die fortan den klassisch englischen und sehnsuchtsvollen New Wave wieder hörfähig machen. Besonders schwer scheinen es die drei Engländer ab der Geburt von White Lies nicht gehabt zu haben, haben sie sich doch schon Jahre vorher eine Fangemeinde geschaffen und so verwundert es auch nicht, dass sie schon 2008 einen Plattenvertrag mit Fiction Records schlossen. Seitdem schleichen sich die unscheinbar wirkenden Londoner über die Festivals und kleinen Clubs der Welt, die auf den zweiten Blick einfach verdammt guten Dark Wave abliefern.

    Gründungsbesetzung:
    Lead-Gesang, E-Gitarre: Harry McVeigh
    Bass: Charles Cave
    Drums: Jack Lawrence-Brown

    Alben:
    2009: To Lose My Life

    Bekannteste Songs: Death, To Lose My Life, Farewell to the Fairground

    Ähnliche Bands: Editors, Joy Division, Interpol, The Cinematics

    Besonderheit: Keyboarder Tommy Bowen gehört nur bei Live-Auftritten zur Band und ist scheinbar kein richtiges Mitglied.

    enter shikari

    Enter Shikari – Britische Shouter werden durch MySpace bekannt

    Stil:  Trancecore, Post-Hardcore

    Shortview:
    Gerade mal mit der Schule fertig, kreieren 2003 vier Briten aus St. Albans, Hertfortshire, einen Musikstil, dem die Welt gefehlt hat. Post-Hardcore, gemischt mit Trance und dem unverwechselbaren, stylischen, englischen Akzent. Enter Shikari sind geboren und führen ein Leben im Web 2.0, genauer auf MySpace, wo sie sich innerhalb kürzester Zeit eine große Fangemeinde schaffen. 2004 gehen sie ohne einen Plattenvertrag sogar auf Tour und spielen im Jahre 2006 auf dem MySpace Newcomer Festival, wo sie prompt dem Kerrang! Magazin ins Auge fallen. Die Leser des Magazins wählen Enter Shikari schließlich zur Newcomer Band 2006. Der Plattenvertrag bei dem Underground Label Ambush Reality lässt natürlich nicht lange auf sich warten.

    Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus, nachdem sich das erste Video „Sorry, you’re not a Winner“ eindrucksvoll im Hirn verankert hat, welches übrigens im elterlichen Wohnzimmer gedreht wurde. Bei Enter Shikari handelt es sich nicht um Eintagsfliegen, die mal `nen Hammersong gemacht haben, der sich nicht toppen lässt. Vielmehr fragt man sich wohl als Post-Hardcore Fan besonders nach dem zweiten Album Common Dreads, wie man bisher eigentlich ohne die Kreischkünstler leben konnte. Mittlerweile sind sie mit ihren Anfang 20 eine sehr ernstzunehmende Band und man darf gespannt sein, was sie uns in Zukunft noch für rotzige Leckerbissen hinwerfen.

    Gründungsbesetzung:
    Lead-Gesang, Elektronik: Roughton Reynolds
    E-Bass, Background-Gesang: Chris Batten
    E-Gitarre, Background-Gesang: Liam Clewlow
    Drums: Rob Rolfe

    Alben:
    2007: Take to the Skies
    2009: Common Dreads
    2010: Tribalism

    Bekannteste Songs: Sorry, you’re not a Winner, Anything can happen in the next half hour, Mothership, Juggernauts

    Ähnliche Bands: genau genommen keine, ungenau genommen: Refused, Attack Attack!, The Blackout

    Besonderheit: Welche Band schafft es schon in Heimarbeit, über das Web 2.0 populär zu werden?

    static-x

    Static-X – Vermeintlich teuflische Riesengestalten

    Stil: Rhythmic Trancecore, Evil Disco

    Shortview:
    Wenn man Static-X das erste Mal hört, ohne sie jemals gesehen zu haben, vermutet man hinter der 4-köpfigen Kombo so etwas wie große, teuflische Riesengestalten. Mit „just metal“ ist der Stil der Amerikaner nicht annähernd ausreichend beschrieben. Static-X hauen einem regelrecht eine harmonische Kombination aus Metal, Industrial und Techno um die Ohren, die man nur lieben oder hassen kann.

    Gegründet haben sie sich 1994. Zuvor hatten Wayne und Ken Jay, die sich durch Billy Corgan kennen lernten, die Gothic-Band Deep Blue Dream, mit der sie allerdings erfolglos blieben. Die zwei flüchteten nach LA, wo sie die restlichen zwei Mitglieder Koichi Fukuda und Tony Campos einsammelten. 1997 verkauften sie auf Konzerten ihre erste EP und Anfang 98 landeten sie bei Warner Bros. Records und produzierten ihr erstes Album Wisconsin Death Trip. Der Song December auf besagtem Album ist noch ein Überbleibsel von Deep Blue Dream. Koichi stieg irgendwann aus, weil ihm das Touren zuviel wurde und wurde durch Tripp Eisen (Dope-Gitarrist) ersetzt. Dieser katapultierte sich allerdings 2004 ins Aus, weil er wegen „Missbrauchs“ Minderjähriger erstmal eine zeitlang in den Knast wanderte – Koichi stieg wieder ein. So durchliefen Static-X einige Mitgliederwechsel bis sie perfekt harmonierten.

    Die eingangs beschriebene Sichtweise der teuflischen Riesendämonen ändert sich spätestens, wenn man das Vergnügen hat, Static-X einmal live zu begegnen. Ein paar kleine, aber trotzdem teuflische, Mutanten stehen einem gegenüber und man hat erstmal das Gefühl sie nicht ganz ernst nehmen zu können. Der kleine Wayne Static alias Wells zaubert mit seiner Frisur allerdings ein Lächeln aufs Gesicht und dann hört man sich schon gern an, was er so zu brüllen hat. Static-X machen ihrem Namen damit jedenfalls alle Ehre, denn jedes Meisterwerk der Band sorgt dafür, dass man sich quasi wieder „aufgeladen“ fühlt.

    Aktuelle Besetzung:
    Lead Gesang, E-Gitarre, Programmierung: Wayne Static
    Gesang, E-Bass: Tony Campos
    E-Gitarre, Programmierung: Koichi Fukuda
    Drums: Nick Oshiro

    Alben:
    1999: Wisconsin Death Trip
    2001: Machine
    2003: Shadow Zone
    2004: Beneath… Between… Beyond…
    2005: Start a War
    2007: Cannibal
    2008: Cannibal Killers Live
    2009: Cult of Static

    Bekannteste Songs: Cold (Queen of the Damned Soundtrack), I’m with stupid, Push it, Black and White, Cannibal, Destroyer

    Ähnliche Bands: Spineshank, Powerman 5000, Coal Chamber, Mushroomhead, Dope, Orgy

    Besonderheit: Wayne Static kann ganz fantastisch mit Haarspray umgehen.

    philiae

    Philiae – Perfektionisten aus dem nordischen Untergrund

    Genre: industrial rock, progressive rock

    Shortview:
    Im Jahre 2001 bescherte uns die Hamburger Underground-Szene ihren Geheimtipp Philiae, damals gegründet von Sänger Jane Doe (alias Chris Harms) und Drummer Julien Schmidt. Bereits ein Jahr nach Gründung durfte man sich auch schon mit dem Album Scapegod auseinandersetzen, welches in der Presse hoch gelobt wurde, insbesondere vom Chefredakteur der Zillo, der in der Musikindustrie nur dann Gerechtigkeit sehe, wenn diese Band sehr schnell sehr groß wird.

    Scheinbar handelt es sich bei Philiae um Perfektionisten, denn sie warfen ihr für 2004 angekündigtes zweites Album Propaganda gleich mehrmals über den Haufen und begannen jedes Mal wieder neu. Dies hatte selbstverständlich nicht nur perfektionistische Ursachen, denn Sänger Jane Doe trennte sich zwischenzeitig wegen „künstlerischer Differenzen“ von der Band, welcher von Guido Maria Kober dann 2005 ersetzt wurde. Kober brachte eine Neuorientierung mit in die Band, wurde allerdings 2006 krank und so musste schon wieder unterbrochen werden.
    2007 erschien das lang ersehnte Album und Philiae werden nach Aussagen vom Astan Chefredakteur als eine der wichtigsten Bands der kommenden Jahre beurteilt.

    Noch hat die Gerechtigkeit leider nicht gesiegt und Philiae befinden sich immer noch im eher nordischen Untergrund, aber bis die Welt dafür bereit ist, dürfte es auch diesmal wieder nur eine Frage der Zeit sein.

    Aktuelle Besetzung:
    Lead Gesang, Gitarre: Guido Maria Kober
    Gitarre: John Keffer
    Bass: Alex Frank
    Drums: Julien Schmidt
    Visualisierung: Patrick Debus

    Discography:
    2003: Scapegod
    2006: EP The Dawn of a New Error
    2007: Propaganda

    Bekannteste Songs: We are the Problem, This is the Dawn of a New Error, Crucifixion Day

    Ähnliche Bands: Limbogott, Blood & Batteries, Killus

    Besonderheit: Philiae machen alles komplett selbst – von Produktion bis Labelkram – sogar die Promotion auf der Straße.

    from_autumn_to_ashes

    From Autumn To Ashes – Entwicklungsstopp bei den Schreikünstlern

    Genre: Post-Hardcore, Screamo, Metalcore, Emocore

    Shortview:
    Wenn es eine Band gibt, die sich erdreisten kann, eine Metallica-Tour abzulehnen, dann wohl nur FATA. So geschehen im Jahre 2003 à la „Scheiß doch auf Metallica, wir machen hier mal lieber unser Album fertig.“ The Fiction We Live war bereits das zweite Album, das aus dieser Haltung entstand. Das Debüt Too Bad You’re Beautiful wurde mit Adam Dutkiewicz produziert und war immerhin so erfolgreich, dass die Band sogar mit auf die Vans Warped Tour durfte.

    Die ersten drei Alben sind gezeichnet von ständigen Mitgliederwechseln, was sich erstaunlicherweise wenig auf die Qualität der Musik auswirkte. Herzzerreißende Parts mit darauf folgender rauer Aggressivität sind das Markenzeichen und verursachen beim Zuhörer das ein oder andere Mal einen bittersüßen Schmerz, den wohl auch die Bandmitglieder oftmals zu erleiden schienen.
    2006 wurde nach dem Split von Sänger Benjamin Perri die weise Entscheidung getroffen, Drummer Francis Mark als Frontman einzusetzen. Francis hat immer noch die größten Probleme damit, in eine Schublade gesteckt zu werden und so kursierten häufig Trennungsgerüchte.

    Nach dem Kunstwerk Holding a Wolf by the Ears wurden diese Trennungsgerüchte im Sommer 2008 endgültig wahr. Begründet mit einem Entwicklungsstopp löste sich die Band auf und jeder wandte sich neuen Projekten zu. Daraus entstanden die Bands Warship, gegründet von Sänger Francis Mark und Gitarrist Rob Lauritsen, sowie Summer Law, gegründet von Gitarrist Brian Deneeve. Beide Projekte dürften sich auch wieder den Bereichen Metalcore und Post-Hardcore zuordnen lassen, wobei die Stile noch etwas unbeholfen und chaotisch wirken. Es wird also spannend.

    Das traurige Jahr 2008 für wichtige Bands ist damit vorbei. Nach leider nur 8 Jahren ist die Welt um eine der mitreißendsten Bands aus dem Metalcore/Hardcore Bereich ärmer, weil sie sich nun mal einfach nicht einigen konnten.

    Letzte Besetzung:
    Lead Gesang/Drums: Francis Mark
    Gitarre: Brian Deneeve und Rob Lauritsen
    Bass: Mike Pilato
    Drums: Jeff Gretz

    Discography:
    2000: EP Sin Sorrow and Sadness
    2001: Too Bad You’re Beautiful
    2003: The Fiction We Live
    2005: Abandon Your Friends
    2007: EP These Speakers Don’t Always Tell the Truth
    2007: Holding a Wolf by The Ears
    2008: EP Live at Looney Tunes

    Bekannteste Songs: Deth Kult Social Club, Autumns Monologue, The After Dinner Payback

    Ähnliche Bands: Alexisonfire, Evergreen Terrace, 36 Crazyfists, From First To Last, A Static Lullaby

    Besonderheit: Francis Mark spielte auf Konzerten manchmal Drums parallel zum Gesang (sofern er sich von den Fans dazu breitschlagen ließ)

     

    Scars-on-Broadway

    Scars on Broadway – Kleiner, aber feiner Ableger von SOAD

    Genre: alternative metal

    Shortview:
    Was passiert, wenn eine Band wie System of a Down sich eine künstlerische Pause gönnt? Korrekt, sie splitten sich und widmen sich neuen Projekten. Fast zeitgleich zur Single „sky is over“ von SOAD Frontman Serj Tankian melden sich auch Scars on Broadway mit ihrem ersten Ohrwurm They Say.
    Gegründet im Jahr 2005 (offiziell wohl 2006) von Daron Malakian widmen sich Scars on Broadway eher gesellschaftlichen Abgründen, was „They Say“ auch gleich zu Anfang des ersten Albums eindrucksvoll vermittelt und auch beim elektronisch angehauchten „Chemicals“ kann man sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen.

    Der Stil lässt sich zwar mit dem von System vergleichen, allerdings wirkt das Debüt-Album etwas melodischer, dafür stimmlich weniger emotional, durch Malakian als Frontman, der bereits den Background bei SOAD gemacht hat. Wer allerdings auf die gesangliche Dramatik verzichten kann, wird Scars on Broadway auf jeden Fall in seine Favoritenliste aufnehmen.
    Insgesamt reißen Scars on Broadway mit, rotzen einen ganzen Haufen Energie rüber und machen glücklich wie Schokolade.

    Wie dem auch sei, alle die SOAD bereits vermisst haben, sind bei Scars on Broadway sicherlich an der richtigen Adresse. Bleibt nur zu hoffen, dass System of a Down damit nicht komplett aus der Welt sind.

    Besetzung:
    Lead Sänger: Daron Malakian
    Gitarre/Background-Gesang: Franky Perez
    Keyboard/Perkussion: Danny Shamoun
    Bass: Dominic Cifarelli
    Drums: John Dolmayan

    Discography:
    2008: Scars on Broadway

    Bekannteste Songs: They Say, Chemicals, World Long Gone

    Ähnliche Bands: System of a Down, Serj Tankian

    Besonderheit: Die vielfältigen Einflüsse (pop, rock, metal, blues etc.) lassen keinen einheitlichen Stil zu.