Tag Archives: Alexisonfire

alexisonfire

Alexisonfire – Kanadier mit eigenem Stil

Stil: Screamo, Post-Hardcore

Shortview:
Um es vorab einmal zu klären: Alexisonfire heißen nicht Alex is on Fire, sondern Alexis on Fire. Es geht hier also gar nicht um irgendeinen Alex, sondern um die amerikanische Pornodarstellerin Alexis Fire, nach der sich die Band benannt hat. Sie selbst fand das weniger komisch und versuchte, die Band zu verklagen – ohne Erfolg.

Die fünf Kanadier schlossen sich 2001 aus drei unterschiedlichen Metal-Bands zusammen. Klar ist für alle etwas Neues auszuprobieren und klar ist auch, es soll sich an Postcore orientieren. Daraus entsteht eine einzigartige Kombi aus drei Stimmen: raue, melancholische, impulsive und geshoutete Parts lassen eine der wohl melodischsten Interpretation des Screamo zum Vorschein kommen.

Zunächst sind sie absolut unpopulär und müssen sich in Kanada mühsam im Untergrund einen Namen machen bevor sie endlich richtig wahrgenommen werden durch die Unterstützung von Much Music. Im Grunde der ganz klassische Weg für Bands, die sich trauen einen Stil anders auszulegen, als die meisten in dem Genre. Das Dritte Album Crisis ist 2006 schließlich der internationale Durchbruch und so touren Alexisonfire mit Bands wie Billy Talent und Enter Shikari und dürfen sogar bei der Vans Warped Tour mitmischen.

Nach wie vor distanzieren sich Alexisonfire von typischen Emo-, Metal-, Postcore-, Screamo-Vorlagen und machen einfach weiter ihr Ding – und das ist auch absolut gut so.

Gründungsbesetzung:
Gesang: George Pettit
Gesang, Rhythmus-Gitarre: Dallas Green
Gesang, Lead-Gitarre: Wade McNeil
E-Bass: Christ Steele
Drums, Perkussion: Jesse Ingelevics (bis 2005), Jordan Hastings (seit 2005)

Alben:
2002: Alexisonfire
2004: Watch Out!
2006: Crisis
2009: Old Crows/Young Cardinals

Bekannteste Songs: Rough Hands, This Could Be Anywhere In The World, Crisis, 44 Caliber Love Letter

Ähnliche Bands: A Day To Remember, Saosin, Funeral For A Friend

Besonderheit: Wenn man ein Alexisonfire Tattoo nachweisen kann, kommt man weltweit kostenlos ins Konzert.